Korrektionsfassung von Maison Mata für die Bildschirmarbeit, handgefertigtes Acetat aus Bali

Arbeitsplatzgläser: unterschätzte Hilfe bei Bildschirmstress

Brillengläser, 6 Min. Lesezeit, August 2026

Viele Menschen arbeiten acht Stunden am Tag in einer Entfernung, für die keines ihrer Gläser gerechnet wurde. Genau für diesen Bereich gibt es das Arbeitsplatzglas.

Ein Glas für die Nähe ist auf rund 40 Zentimeter gerechnet, die Entfernung eines Buchs. Ein Glas für die Ferne ist auf unendlich gerechnet. Ein Bildschirm liegt dazwischen, bei etwa 60 bis 70 Zentimetern, ein zweiter Monitor oder das Gegenüber am Schreibtisch noch weiter weg. Dieser Zwischenbereich ist schlecht abgedeckt, und dort beginnt die meiste Augenbelastung im Büro.

Das Problem, das niemand benennt

Ab etwa vierzig verliert die Augenlinse nach und nach ihre Elastizität. Das ist Alterssichtigkeit, ein normaler Vorgang, keine Krankheit. Zuerst zeigt sie sich in der Nähe: Die Speisekarte wandert weiter weg. Danach greift sie auf die mittleren Entfernungen über.

Dann greifen Menschen zu unbewussten Strategien. Sie heben das Kinn, um durch den unteren Teil ihrer Gleitsichtgläser auf den Bildschirm zu sehen. Sie schieben den Stuhl zurück. Sie vergrößern die Schrift. Sie nehmen die Brille ab und beugen sich vor. Jede dieser Strategien hat ihren Preis: Verspannungen in Nacken und Schultern, ein krummer Rücken, Augen, die am späten Nachmittag ziehen.

Was ein Arbeitsplatzglas ist

Ein Arbeitsplatzglas ist ein Gleitsichtglas, dessen Wirkungsbereich jedoch auf einen anderen Abschnitt eingegrenzt ist. Während ein klassisches Gleitsichtglas von unendlich bis 40 Zentimeter abdecken muss, deckt das Arbeitsplatzglas zum Beispiel von 4 Metern bis 40 Zentimeter ab.

Der kleinere Bereich schafft Platz auf dem Glas. Das Ergebnis ist konkret: Die scharfe Zone für den Bildschirm wird viel breiter, die Verzeichnungen am Rand nehmen stark ab, und der Kopf muss die richtige Haltung nicht mehr suchen. Einen breiten Monitor überblickst du mit einer einfachen Augenbewegung.

Je nach Hersteller heißen sie auch Degressivgläser, Nahkomfortgläser oder Zwischenbereichsgläser. Das Prinzip ist dasselbe, nur die Tiefenschärfe ändert sich: Manche sind auf 1,5 Meter ausgelegt, andere bis 4 Meter. Diese Wahl trifft man an deinem tatsächlichen Arbeitsplatz, nicht im Katalog.

„Ein Arbeitsplatzglas verordnet man nicht allein nach den Sehwerten, sondern nach dem Schreibtisch. Miss deine Entfernungen, bevor du kommst."

Runde Korrektionsbrille aus Acetat in der Seitenansicht, handgefertigte Brillen von Maison Mata auf Bali

Wem sie helfen und wem nicht

Sie helfen Menschen mit Alterssichtigkeit, die mehr als drei Stunden am Tag vor einem Bildschirm sitzen, allen, die ihre Gleitsichtbrille bei der Arbeit anstrengend finden, und allen, die zwischen Bildschirm, Papier und dem Gegenüber wechseln.

Sie helfen jüngeren Menschen ohne Alterssichtigkeit nicht, deren Bildschirmmüdigkeit andere Ursachen hat: trockene Augen, eine Korrektion, die nicht getragen wird, ein unkorrigierter Astigmatismus, schlecht platziertes Licht oder schlicht fehlende Pausen. Ein Arbeitsplatzglas löst in diesem Fall nichts.

Sie ersetzen keine Fernbrille. Mit Arbeitsplatzgläsern ist ein Gesicht in zehn Metern Entfernung unscharf, und Autofahren kommt nicht infrage. Es ist eine Zweitbrille, nicht die einzige. Das ist die größte Hürde und zugleich der Grund, warum so selten davon die Rede ist: Man muss die Brille am Schreibtisch wechseln wollen.

Der Arbeitsplatz zählt so viel wie das Glas

Ein gutes Arbeitsplatzglas gleicht keinen schlecht eingerichteten Schreibtisch aus. Drei einfache Anhaltspunkte.

Die Oberkante des Bildschirms sollte auf Augenhöhe oder etwas darunter liegen. Ein zu hoher Bildschirm zwingt dich, das Kinn zu heben – genau das, was das Arbeitsplatzglas verhindern soll.

Der Abstand zwischen Auge und Bildschirm sollte etwa eine Armlänge betragen. Notier ihn in Zentimetern vor deinem Termin: Er geht in die Berechnung des Glases ein.

Der Bildschirm sollte weder zum Fenster zeigen noch ein Fenster im Rücken haben. Spiegelungen zwingen das Auge, gegen Streulicht zu arbeiten, und eine Entspiegelung gleicht eine schlechte Platzierung nicht aus.

Und was ist mit Blaulicht?

Die Frage kommt jedes Mal. Ein Blaulichtfilter kann den empfundenen Komfort bei manchen Menschen verbessern, doch die Belege für einen messbaren Effekt auf die Augenbelastung bleiben dünn. Bildschirmkomfort beruht zuerst auf drei Dingen: einer genauen Korrektion für die richtige Entfernung, einem gut eingerichteten Arbeitsplatz und regelmäßigen Pausen. Ein Filter bleibt eine Komfortoption, keine Lösung.

Handgefertigte Korrektionsbrille aus Acetat in Tortoise, gefertigt in Canggu, Maison Mata Bali

So findest du heraus, ob sie zu dir passt

Ein einfacher Test über einen gewöhnlichen Arbeitstag: Notier jedes Mal, wenn du das Kinn hebst, den Stuhl zurückschiebst oder die Brille abnimmst. Passiert das mehrmals pro Stunde, ist deine mittlere Entfernung schlecht korrigiert, und ein Arbeitsplatzglas lohnt eine Prüfung.

Sprich mit uns über deinen Schreibtisch: Bring den gemessenen Abstand zu deinem Bildschirm mit, unsere Optometristen berechnen die passende Tiefe; der kostenlose Sehtest ist beschrieben unter Kostenlose Sehtests auf Bali.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keinen Sehtest. Alterssichtigkeit und Augenbelastung sollten von einer Fachperson beurteilt werden.

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